Verleihung von Verdienstmedaillen des Landes Tirol

Diese Verdienstmedaille des Landes Tirolwurde 1964 während der Amtszeit von Landeshauptmann Eduard Wallnöfer

neu geschaffen und vom Tiroler Landtag beschlossen und wird seither jährlich an Tiroler und Südtiroler Persönlichkeiten zur Würdigung ihrer Verdienste um das Land Tirol durch hervorragendes öffentliches oder privates Wirken vergeben.

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Feiern und Auszeichnungen zum „Hohen Frauentag“

 

Mit einer Kranzniederlegung vor dem Andreas Hofer-Grab in der Hofkirche, einem Gottesdienst in der Jesuitenkirche

und einem Festakt im Innsbrucker Congress hat Tirol am Sonntag den „Hohen Frauentag“ begangen, wie „Maria Himmelfahrt“ hierzulande genannt wird.

Dabei wurden

  • 136 Verdienstmedaillen überreicht,

  • 39 Personen für ihren Einsatz mit einer Lebensrettungsmedaille geehrt

  • 19 Familien das Recht verliehen, ihre Höfe künftig als „Erbhof“ zu führen.

In ihren Reden betonten Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) und sein Südtiroler Amtskollege Arno Kompatscher (SVP) insbesondere die Wichtigkeit des Ehrenamtes – nicht zuletzt in Zeiten von Corona. „In den vergangenen Monaten, die ganz im Zeichen der Pandemie gestanden sind, wurde das Miteinander in unserer Gesellschaft so manches Mal auf eine harte Probe gestellt. Schlussendlich ist es aber gelungen, diese größte Herausforderung seit dem 2. Weltkrieg gut hinzubekommen. Das hätten wir ohne die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nie geschafft“, erklärte Platter. Viele ehrenamtliche Helfer seien „trotz des allgemeinen Stillstandes“ stets im Einsatz gestanden und hätten „zum Fundament beigetragen, auf dessen Grundlage der Neustart in Angriff genommen werden konnte“, unterstrich wiederum Kompatscher.

Der „Hohe Frauentag“ geht als Feiertag auf den Tiroler Freiheitskämpfer Andreas Hofer zurück. Er hatte das Land Tirol im Zuge des Befreiungskampfes gegen Franzosen und Bayern 1809 der „Heiligen Jungfrau Maria“ anvertraut. Begangen wird der „Hohe Frauentag“ in Tirol seit 1959.

Landeshauptmann Günther Platter und der Südtiroler Landeshauptmann Arno Kompatscher konnten Persönlichkeiten aus Tirol und Südtirol für deren Engagement in unterschiedlichen Bereichen auszeichnen:

Aus Osttirol haben 9 Männer die Verdienstmedaille erhalten:

  • Hubert Kobler, St. Veit im Defereggental, für Verdienste um Schützen- und Kulturwesen

  • Peter Tembler, Kals, Verdienste um Bergrettung und Sozialwesen

  • Herbert Bergerweiß, Kals, Verdienste um Feuerwehrwesen

  • Bernd Bürgel, Lienz, Verdienste um Sport und Gemeinwohl

  • Franz Herzog, Matrei, Verdienste um Musik- und Kulturwesen

  • Bernhard Mattersberger, Matrei, Verdienste um Schützenwesen

  • Martin Presslaber, Lienz, Verdienste um Katastrophenschutz

  • Jakob Schett, Strassen, Verdienste um Milchwirtschaft und Vereinswesen

  • Johann Stotter, Lienz, Verdienste um das Chorwesen

 

Verdienstmedaille

 

Die Verdienstmedaille des Landes Tirol, eine bronzevergoldete runde Medaille, hat auf der Vorderseite den Tiroler Adler und auf der Rückseite die Inschrift „Für Verdienste um das Land Tirol“ zu zeigen. Sie ist ferner so zu gestalten, dass sie an einem weiß-roten Dreiecksband, dass durch ein mit Ähren und Weinlaub verziertes Zwischenstück mit der Medaille verbunden wird. Sie ist auf der linken Brustseite zu tragen (bei der Verdienstmedaille gibt es keine Miniatur).

Es dürfen jährlich 192 Verdienstmedaillen (144 Nordtirol, 48 Südtirol) neu vergeben werden. Eine Limitierung der "Lebenden" Träger ist nicht vorgesehen.